Die Reiche Lisabeth – Die Geldverleiherin aus dem Lechtal

Die junge Elisabeth verliert als Kind ihre Eltern und wird zur Alleinerbin eines großen Vermögens. Als Jugendliche übernimmt sie die Geschäfte und vermehrt als Geldverleiherin an Lechtaler, Bregenzerwälder und Allgäuer ihr Vermögen stetig. Ihr enormer Reichtum treibt sie aber in die Isolation. Ihre Gefühle anderen gegenüber sind oft von Misstrauen geprägt und nur wenigen Menschen öffnet sie ihr Herz. Die Suche nach einem Partner bleibt vergebens. Trotz ihrer Einsamkeit, oder gerade deswegen ist es Elisabeth ein Herzensanliegen, den Menschen zu helfen und so wird sie zu einer der größten Wohltäterinnen von Holzgau. Jeder Bettler, dem sie in die Augen und somit in die Seele blicken kann, bekommt durch den „Gugger“ ihres Fensters einen Gulden. Als 1865 Oberstdorf nahezu völlig vom Feuer zerstört wird, hilft Elisabeth mit ihrem beträchtlichen Reichtum beim Wiederaufbau.

Mit zunehmendem Alter findet sie Halt im katholischen Glauben. Sie spendet hohe Summen der Kirche und finanziert unzählige Projekte, die bis heute in Holzgau Bestand haben. Neben der Errichtung der „Heiligen Dreifaltigkeitskapelle“ im Schönauer Feld, zeugt zum Beispiel auch das heute noch existente Kruzifix an der Holzgauer Höhenbachbrücke, direkt vor ihrem Haus, von ihren „Geschäften“ mit Gott.

Zeit ihres Lebens bleibt die „Reiche Lisabeth“ allein und kinderlos. Sie stirbt am Karfreitag 1878 und hinterlässt Holzgau und dem Lechtal die Geschichte einer ganz besonderen Frau mit großem Herz, Geschäftssinn und festem Glauben an Gott.

 

Besucherinnen und Besucher, die ihre Eintrittskarten bereits für Lechufer 2020 gekauft haben, können diese Karten in der Saison 2021 einlösen. Auch bereits erworbenen Gutscheine behalten ihre Gültigkeit in der kommenden Spielsaison. Umtausch und Reservierung für 2021 ist bereits telefonisch unter +43 5634 5315 12 oder per Email  an info@lechtal.at möglich. 

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Die Autoren

Der Musiker Christof Kammerlander komponiert bereits seit 2006 die Bühnenmusik, der Schauspieler und Autor Bernhard Wolf ist seit 2011 künstlerischer Leiter der Geierwally Freilichtbühne. Das Autorenteam ist immer wieder beeindruckt, wie viele faszinierende Persönlichkeiten im Lechtal zu Hause waren und natürlich auch immer noch sind. Während der geschichtlichen Recherchen zu ihren Stücken „Totentanz“ und „Lechufer – Anno 1800“ wurden sie auf eine besondere Frau aus Holzgau aufmerksam. Elisabeth Maldoner (1800-1878) die im Volksmund „Die Reiche Lisabeth“ genannt wurde. Ihr Leben war voller faszinierender Geschichten und Mythen, die Kammerlander und Wolf in ihren Bann zogen. 

Sei es ihr unglaublicher Reichtum, ihr starker Glaube oder die Tatsache, dass sie zeitlebens kinderlos und alleinstehend blieb. Wie kam sie zu ihrem Reichtum? Weshalb wurde sie zur Wohltäterin und Philanthropin? Wieso heiratete sie nie und warum wurde der christliche Glaube zum Mittelpunkt ihres Lebens? „Die Reiche Lisabeth – Die Geldverleiherin aus dem Lechtal“ erzählt einen spannenden, berührenden und humorvollen Teil der Geschichte des Lechtals.

 

Regie: Markus Oberrauch – Theatermensch & Regisseur

Wurde 1977 in Bozen (Südtirol) geboren und ist am Ritten aufgewachsen. Seit 1994 hat er bei 20 Produktionen bei den Rittner Sommerspielen mitgewirkt. Mit 27 Jahren und nach 13 Jahren als Tischler zog es ihn nach Innsbruck, um dort die Schauspielschule zu besuchen. Nach erfolgreichem Abschluss folgten Arbeiten am Tiroler Landestheater, bei den Vereinigten Bühnen Bozen, bei den Tiroler Volksschauspielen, im Kellertheater Innsbruck, im Theater Kempten, im Stadttheater Ingolstadt, uvm. Er wirkte auch u.a. in den Filmen „Bergblut“, „3 Zimmer. Küche. Tod.“, „Der stille Berg “, „Ein wilder Sommer“, „Manaslu – Berg der Seelen“ mit.

Seit 2008 ist er Teil des Feinripp-Ensembles, wo er mit Bernhard Wolf und Thomas Gassner bis heute fünf Stücke geschrieben und auch erfolgreich zur Aufführung gebracht hat.

Es ist für Markus Oberrauch eine große Freude, auf der Geierwally Freilichtbühne Regie zu führen.